Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Thanstein

 

Am 28. Juli 1810 brannte die Dautersdorfer Kirche bis auf die Grundmauern nieder und am 04. Januar 1811 brannten in Thanstein auf dem Bergfried das sogenannte “alte Schloß” und 4 Häuser ab. Der immer wiederkehrende Kampf mit dem Feuer brachte die Erfahrung, dass sofort ergriffene Gegenmaßnahmen am erfolgreichsten waren. So wurde in einer Gemeindeversammlung in Thanstein am 08. April 1866 eine als vollziehbar erklärte “Feuerlöschordnung” bekanntgegeben und eine Mannschaft aufgestellt. Als Spritzenmeister wurde Josef Walbrun bestimmt, als Spritzenführer wurden Thomas Fuchs, Sebastian Schindler, Adam Failer und Wolfgang Dietl bestellt. Als Laufboten werden Georg Hermann und Wolfgang Gräßl genannt. Das Löschgerät bestand aus einer tragbaren Buttenspritze und wurde als Druckspritze verwendet. Das Wasser wurde mit Eimern eingefüllt und mit zwei langen Handhebeln durch Leder- oder Hanfschläuche zum Brandplatz gepumpt. In einer Gemeinderatssitzung am 16. Juni 1877 wurde über den bezirksamtlichen Erlaß zur Unterhaltung von Feuerlöschgeräten beraten. Dabei wurde der Wunsch ausgesprochen, beim Bez.Amt Neunburg dahin zu wirken, ob nicht die gut erhaltene Buttenspritze in Thanstein weiter bewilligt werden könne, da für eine größere Maschine das nötige Wasser fehle. Zudem erklärt sich die Gemeinde dazu bereit, die Spritze zum leichteren Transport auf Räder machen zu lassen. Das Fehlen der Wasserversorung (die Einwohner deckten ihren Bedarf aus Hausbrunnen) machte bei Trockenheit eine Beförderung des Wassers über längere Strecken erforderlich, was zu einer Erschwernis für die damalige Brandbekämpfung führte. 1877 zählte die Pflichtfeuer- wehr 59 aktive Mitglieder.  

 

Thansteiner Buttenspritze aus dem Jahr 1877

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