Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Thanstein

 

Unter dem Geschlecht der Zenger waren die Sanktionen der Nürnberger 1462 und die Sanktionen der Leuchtenberger im Landshuter Erbfolgekrieg 1505. Im 30jährigen Krieg wird Thanstein 1633 durch einen Brand verwüstet. Ca. 30% der Häuser und Bauernhöfe werden 1654 als verödet aufgeführt. Bei einem Besitzwechsel der Burg 1654 heißt es in der Übergabeurkunde, dass auch das Schloß (Vorgebäude der Burg) abgebrannt ist. Die aus Holz errichteten Häuser und Scheunen waren in den Dörfern sehr oft zusammenhängend gebaut, was bei Feuerausbrüchen sehr nachteilig war. In einer Feuerordnung der Bayerischen Regierung im Jahre 1791 war die Forderung zu lesen, dass Häuser 30 Schuhe voneinander entfernt sein sollen. Zudem müßten sie eine Grundfeste aus Stein haben. Weiter müßten die Rauchfänge aus feuerfestem Material hergestellt sein und eine lichte Weite von 2 bayerischen Fuß haben (nach heutigem Maß 58,2 cm). Der Ofen wurde zu dieser Zeit mit Ziegeln gemauert und war auch meist mit Kacheln verkleidet. Er hatte eine eiserne Platte, in der die Töpfe über das Feuer gehängt werden konnten. Weiter nahm der Ofen den größten Teil der Wohnstube ein und war mit einer Bank umgeben. Neben dem Ofen befand sich eine Ofenhöhle, in der im Winter die Hühner untergebracht waren.